Mein erster eigener Pralinenworkshop ist absolviert, alles Werkzeug ist wieder weggeräumt (endlich) und ich hatte bereits eine Woche Verschnaufspause. 
Wie war mein erster eigener Pralinenworkshop als Dozentin für mich? Bislang stand ich ja immer nur auf der anderen Seite, als Teilnehmerin…
Vorweg: Ich muss beruflich auch ab und zu schulen, was mir ein wenig zur Hilfe kam. Ich wusste also bereits theoretisch, wie ich mich auf solch einen Tag vorzubereiten habe. Nur ist die Planung eines Pralinen-Workshops etwas aufwändiger und zeitintensiver als z. B. Softwareschulungen.
Im Vorfeld gingen einige Stunden für folgene Dinge drauf:
- Auswahl Ort inkl. Abstimmung Unterkunft und Verpflegung
- Auswahl der Rezepte
- Niederschreiben der Rezepte inkl. Herstellung der Rezeptemappen
- Bestellung der Zutaten
- Bestellung der Geschenkverpackungen
- Packen der Startersets
- Schriftverkehr, Abstimmungen, Hintergrunddiskussionen mit einigen Teilnehmer/-innen
- Packen der benötigten Zutaten und Werkzeuge
- …
Für diese und vergessene Punkte ist bestimmt in Summe eine gute volle Arbeitswoche ins Land gegangen. Die genaue Stundenzahl weiß ich gar nicht, da sich die Vorbereitungen über mehrere Wochen erstreckten. Aber ich hatte großen Spaß daran.
Meine Nachbarn, die die ganzen Lieferungen angenommen haben, waren bestimmt in der Woche vor dem Workshop etwas genervt, da gefühlt alle Pakete kurz vor Toreschluss eintrafen. Sorry hierfür. 
Nun aber ans Eingemachte… 
Was werde ich wieder machen?
Pralinenworkshops anbieten. Bestimmt! Ich hatte riesig viel Spaß daran, Euch Teilnehmerinnen ein wenig die Angst vor Pralinen zu nehmen. Pralinen machen ist kein Hexenwerk, oder?
Ich werde bei einem nächsten Workshop wieder eine geheime FB-Gruppe einrichten. Es gefiel mir gut , dass sich die Teilnehmer/-innen vorher über diesen Kanal bereits kennenlernen konnten. Allerdings wird es weniger Mitspracherecht geben. 
Die Teilnehmerzahl von max. 10 Personen war gut, es dürfen auch definitiv nicht mehr Teilnehmer/-innen sein. Acht bis zehn Personen sind wirklich optimal.
Der Aufbau der Zutaten gefiel mir. Mit den Rezeptmappen bin ich nach wie vor sehr zufrieden. Startersets sind eine schöne Sache, ich werde die Namen allerdings noch größer auf die Tüten schreiben. 
Die Geschenkkartons waren niedlich und eigenen sich gut zum Verschenken.
Und das Wichtigste!
Ich werde bestimmt wieder zu einem Workshop ins Allgäu fahren. Melanie, Deine Küche ist der Hammer für solch eine Aktion. Deine Ferienwohnungen eigenen sich super als Unterbringung. Und überhaupt, ich als eigentlich geborene Wasserratte habe mich ins Allgäu verliebt! 
Ein ganz, ganz, ganz großes Dankeschön dafür! Für die tolle und unkomplizierte Zusammenarbeit und Deine umwerfende Gastfreundschaft! *ganzdickerknutsch*
Was werde ich zukünftig anders machen?
Das Temperieren der unterschiedlichen Kuvertüresorten ging zwar recht flüssig, aber wir hatten doch einige kleinere Pausen drin. Mit drei Temperiergeräten, die die spezifische Verarbeitungstemperatur der drei Kuvertüresorten halten, könnte man diese kleinen Pausen umgehen. Mal schauen, was sich hier machen läßt.
Da ich die sechste Pralinensorte fast alleine gemacht habe, wird es nur noch fünf Sorten geben. Und die Stückzahl der herzustellenden Pralinen wird reduziert. Das waren definitiv zu viele, um sie in einem Zeitfenster von sechs bis sieben Stunden alle herzustellen, zu dekorieren und zu verpacken.
Ich werde mehr Gruppenerklärungen machen. Ich persönlich hatte das Gefühl, dass dies ein wenig zu kurz kam.
Was werde ich zukünftig nicht mehr machen?
Ganz klar, es wird keine Umfragerunden mehr geben. Man ist viel damit beschäftigt, hinter den Antworten hinterher zu rennen. Das ist ein echter Zeitkiller. 
Lieber lasse ich mir ein Anmeldeformular mit Abfragen bauen, die man gleich bei der Anmeldung ausfüllen muss. 
Auch wenn es grundsätzlich immer nett ist, in Begleitung zu einem gemeinsamen Termin/Ziel zu fahren, habe ich gemerkt, dass ich die Zeit vor und nach dem Kurs für mich brauche.
Ich gehe auf der Hinfahrt gerne nochmal den Tagesablauf durch. Ich überlege mir, was ich nur grob und was ich intensiv erklären und zeigen möchte und an welchen Stellen es evtl. Schwierigkeiten geben könnte. Die Rückfahrt brauche ich zum Resümieren, zum Sehr-laut-Musik-hören und zum laut Mitsingen. Jaaaaa, das mache ich mit Begeisterung. Und zwar richtig schön schief. 
Dieser erste Workshop war für mich ein Testlauf. Macht mir das Spaß? Lässt sich mein Wissen gut transportieren? Wo muss man drauf achten, was geht gut, was geht nicht so gut? Haben die Teilnehmer Spaß und Nutzen? Wie bereitet man effizient vor? Und wie nicht? Was muss man im Vorfeld besorgen, was nicht?
Dieses erste Mal hat mir viele dieser Fragen beantwortet und war daher wertvoll für mich… deswegen gab’s diesen Workshop zum Selbstkostenpreis. Naja, genau genommen habe ich noch ein bissl draufgelegt. Das hatte ich so eingeplant und das war okay. Bei den nächsten Workshops wird’s jedoch ein wenig mehr kosten müssen.

Mein Fazit
Es war ein schöner Workshop und Eure Pralinen haben sehr fein geschmeckt. Sogar mein Vater hat sie mit Genuss gegessen und das soll schon was heißen.
Er isst eigentlich nicht so viel Schokolade…
So wie ich hörte, hatte alle Teilnehmerinnen sehr viel Spaß. Und das ist für mich das Wichtigste. Ich freue mich, dass der Workshop gefallen hat. 
Schokoladige Grüße 
Artikel hinzugefügt am 14.04.2014 13:36:21. 4x geändert, zuletzt am 14.04.2014 21:25:54.