Ist Dir in der Überschrift eigentlich etwas aufgefallen? Nein? Das macht nichts. In der Überschrift hat sich das Wort "Ausprobiert" eingeschlichen.
Und mit "Ausprobiert" hat es Folgendes auf sich:
Ich möchte auf Pralinenwahnsinn verstärkt schokoladige Kochbücher vorstellen. Schwerpunkt eines, nein (fast) jeden Kochbuches sind natürlich die Rezepte. Und damit ich Dir zu jedem Kochbuch einen besseren Eindruck geben kann, probiere ich ab sofort zwei, drei Rezepte aus dem Kochbuch aus und berichte Dir an dieser Stelle von diesem Rezept. Wenn Du also "Ausprobiert" in der Überschrift liest, kannst Du erahnen, dass ich bald wieder ein neues Kochbuch vorstellen werde.
Wir sind ja noch in der Erdbeersaison. Und ich habe hier ein wirklich schönes, beeriges Buch. Daher gibt es heute aus dem Buch Wilde Beeren ein superschnelles Schokomousse mit marinierten Erdbeeren. Perfekt für eine entspannten Samstagabend.
Schnelle Schokomousse mit marinierten Erdbeeren
Zutaten
für sechs Personen
180 g Zartbitterkuvertüre
250 g Sahne
150 g Mascarpone
2-3 brauner Zucker
300 g Erdbeeren
etwas Zucker zum Marinieren
Zubereitung
Die Kuvertüre vorsichtig über dem Wasserbad oder auf niedrigster Stufe in der Mikrowelle schmelzen. Nebenher die Sahne steif schlagen und bereit stellen.
Die geschmolzene Kuvertüre glattrühren. Löffel für Löffel den gekühlten Mascarpone unter die Kuvertüre rühren. Zum Schluss die geschlagene Sahne mit einem Schneebesen unter die Schokoladenmasse rühren.
Die Schokomousse auf sechs Schälchen verteilen und mind. eine Stunde kalt stellen.
Die Erdbeeren waschen, putzen und halbieren oder vierteln. Mit etwas Zucker marinieren. Wenn Du die Erdbeeren etwas frischer magst, kannst Du auch gerne noch etwas Minze mit an die Erdbeeren geben.
Zum Servieren verteilst Du die Erdbeeren auf dem Schokomousse. Fertig.
Ein kleiner Hinweis noch zum Schokomousse:
Die ist riiiiichtig schokoladig! Das Rezept ist eigentlich für vier Portionen gedacht. Aber da das Mousse so schokoladig ist, reicht das Mousse für sechs oder gar acht Personen. Und ein paar mehr Erdbeeren dürfen es natürlich auch gerne sein.
Schokoladige Grüße
Nach einem Rezept aus Wilde Beeren von Luzia Elert, erschienen bei Collection Rolf Heyne.
Wie sieht es eigentlich hinter den Foodblogs Pralinenwahnsinn und Küchendelikte aus? Wo schreibe ich meine Beiträge? Wie sieht mein Kochbuchregal aus und welches sind meine liebsten Pralinen- und Kochbücher? Was mag ich an unserer Küche so sehr und warum finde ich sie, nicht nur für die Pralinenherstellung, (fast) perfekt? Und wo bringe ich eigentlich mein ganzes Pralinen-Gedöns unter?
Das erzähle und zeige ich Dir sehr gerne heute mal anläßlich des Blogevent Behind the scenes von Kleiner Kuriositätenladen.
Da ich ja zwei Foodblogs betreibe, zeige ich Dir also nicht nur die süße sondern auch die salzige Seite meines Bloggerdaseins.
Fangen wir mal in der Küche an, die nahtlos in Ess- und Kochbuchbereich übergeht. Ich mag unsere offene Küche aus mehreren Gründen:
Ich kann während des Kochens oder "Pralinierens" Live-Konzerte gucken! Neeee, mal im Ernst. Das ist natürlich einer der Vorteile einer offenen Küche: ich werkele während des Kochens nicht im "stillen Kämmerlein" herum, sondern kann mich mit Gästen weiter unterhalten und bin mittendrin.
"Technisch" hat unsere Küchen Vorteile, die ich sehr zu schätzen gelernt habe:
Z.B. Arbeitsflächen aus Granit. Ich liebe sie. Ja, jetzt könntest Du ja sagen "Granit? Voll Neunziger!" Für die Pralinenherstellung ist Granit einfach perfekt. Ich kann Kuvertüre direkt auf der natürlich zuvor ordentlich gereinigten Arbeitsplatte temperieren. Karamell kann recht schnell heruntergekühlt werden, da der Stein die Temperatur schnell aufnimmt. Pralinendekor aus Kuvertüre, wie z. B. Schokoröllchen oder Plättchen können ohne Probleme direkt auf der Platte hergestellt werden. Heiße Töpfe, z. B. mit Paté-de-fruits Masse (ca. 120°C heiße Zucker-Frucht-Masse) oder auch heiße Eisenpfannen mit Bratgut kann man einfach schnell vom Herd ziehen, ohne Gefahr zu laufen, einen Brandschaden auf der Arbeitsfläche zu verursachen. Wenn man sich daran erst einmal gewöhnt hat, will man das nicht mehr missen.
Sehr hilfreich ist der Arbeitstresen mit einer Arbeitshöhe von 92cm. Da kann ich mehrere Stunden am Stück stehen und Pralinen oder Ravioli herstellen, ohne in gebückter Haltung hantieren zu müssen. So setzen die Ermüdungserscheinungen im Rücken erst nach Stunden ein und nicht sofort. Unter der Arbeitsfläche des Tresens verwahre ich all die Kochutensilien, die ich aufhängen kann. So läßt sich das Chaos in den Küchenschränken etwas im Zaume halten und man hat die Sachen schnell im Zugriff.
Meine Koch- und Pralinengewürze bewahre ich übrigens an zwei Orten auf. Einmal in dieser Schublade, in der zum Glück langsam die gelben Dosen überhand gewinnen. Die weißen Dosen sterben gerade Stück für Stück aus und werden durch die Gewürze vom Spice-Shop ersetzt, die ich sehr schätze. Die Gewürze, die ich überwiegend für die Pralinen benötige, verwahre ich in einem eigenen Gewürz-Karton im Pralinenregal. Das Pralinenregal stelle ich Dir etwas später vor. Erstmal zeige ich Dir meine Lieblingsspielzeuge...
Voila, meine Eismaschine und meine Kenwood. Die Eismaschine habe ich von meiner lieben Familie zum Geburtstag bekommen. Zeitgleich zog auch die Kenwood ein. Da beide Maschinen wirklich schwer sind und man aus Erfahrung weiß, dass man Maschinen, die in Schränken verstaut sind, nicht wirklich oft nutzt, hat mir Lars eigens für die Maschinen ein Regal gebaut. So bleiben die Arbeitsflächen frei. Weiterer Vorteil:
Die Katzen haben einen Futterplatz, bei dem man nicht Gefahr läuft, ständig im Küchentrubel die Näpfe umzutreten.
Unseren Kaffee-Vollautomaten haben wir kürzlich auch noch abgeschafft: Back to the roots! Eine Bialetti Mocca-Kanne macht auch hervorragenden Kaffee. Wieder mehr Platz in der Küche.
Soweit zur eigentlichen Wirkungsstätte. Gehen wir weiter zum Kochbuchregal.
Warum ich leicht kochbuchsüchtig bin, weiß ich nicht. Mein Glück ist es wahrscheinlich, dass die Regalkapazitäten begrenzt sind. Wieviele Bücher es sind, weiß ich aktuell auch nicht, ich mag aber auch nicht zählen. In meinem Kochbuchregal dürfen alle Kochbücher Platz nehmen, die mir gefallen. Es ist egal, ob es sich hierbei um Alltagsküche, gehobene Küche, Kochbücher von Sterneköchen oder reine Nachschlagewerke handelt. Du findest bei mir Patisseriebücher, Pralinenbücher, italienische, asiatische, französische, spanische und norddeutsche Küche, Brotbackbücher, Wurst- und Fleischbücher, Gemüsebücher und rein Vegetarisches, Feinschmecker-Bookazine, und, und, und. Meine aktuellen Lieblingsbücher der Kategorie "süß" und "salzig" sind Folgende:
Und wie bringe ich nun mein ganzes Pralinengedöns unter? In diesem Regal.
Hier gibt es mehrere Kartons, in denen ich mein Material lagere. Das Zubehör ist sortiert nach:
- Zutaten,
- Gewürzen,
- Dekor,
- Verpackungen,
- Werkzeug und
- Bastelgedöns.
Wie es in den Kartons aussieht, kannst Du Dir bestimmt vorstellen, deshalb lächele ich jetzt mal schnell und erzähle noch kurz etwas zu den Büchern, die noch in dem Regal stehen.
Hier sind wir beim zweiten Schwerpunkt von Küchendelikte angelangt. Ich schreibe in Küchendelikte ja nicht nur über Kochbücher und das Kochen an sich, ich schreibe hier auch über kulinarische und regionale Krimis. Die Krimis und Bücher, die sich mit dem Pralinenzubehör das Regal teilen dürfen, gehören zur Rubrik "Kulinarisches". Meine Krimis selber stehen in meinem Krimiregal.
So, ich bin nun fast fertig mit meinem Rundgang. Ich zeige Dir nun noch den Platz, an dem ich meine Beiträge schreibe. In direkter Reichweite zum Rechner liegt meistens ein Stapel Bücher, den ich nach und nach abarbeiten und verbloggen möchte. So als kleine Erinnerung für mich selber. Mein Arbeitsplatz ist nicht so spannend, oder?
Ach, das hätte ich jetzt fast vergessen. Da ich, wie oben bereits erwähnt, Besitzerin zweier ziemlich bekloppter Katzen bin, gibt es auf dem Schreibtisch seit neuestem einen eigenen Katzenplatz. Warum? Ganz einfach: Weil gerade dieses kleine Tier hier ständig versuchen würde auf der Tastatur zu liegen. Ja, auch oder gerade wenn ich am Rechner sitze.
Dies war mein Beitrag zu Behind the secenes. Ich hoffe, mein kleiner Rundgang hat Dir genauso viel Spaß gemacht wie mir.
Ich wünsche Dir eine schöne Woche und bis bald.
Schokoladige Grüße
Erdbeeren, Matcha und Mandeln - drei Zutaten - ein kühles Dessert.
Anfang dieser Woche habe ich Dir das Blogevent Früchtchen, Matcha, Mandeln - Ein kleines Sommerevent vorgestellt.
Da ich ja gedanklichen Vorsprung hatte, möchte ich Dir heute meinen Beitrag zum Event vorstellen.
Mir fallen bei Autofahrten die meisten Rezeptideen ein. Ich kann nicht genau sagen, warum dieses so ist, aber es ist nunmal so. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass es sich meist um lange Autofahrten handelt, bei denen ich Beifahrerin bin. Bin ich alleine unterwegs, so passiert mir dieses nicht, da ich eher aufpassen muss, dass ich in meinem kleinen alten Micra nicht übersehen werde.
So fuhren wir vor gut 1 1/2 Wochen im besten Sonnenschein mit offenem Dach von Altusried über viele kleine, fast verwunschene Straßen nach Lindau, um aufs Wasser zu gucken. Die Sonne schien, die allgäurische Heuernte war im vollen Gange, die Grillen hatten beschlossen dieses Jahr besonders laut zu zirpen und ich dachte über das Blogevent und vieles andere nach. Und während die Gedanken so vor sich plätscherten, kam mir diese Idee:
Erdbeersorbet mit Tuiles! So sollte mein Beitrag zum Blogevent aussehen...
Ähhhm, ja. Ich habe heute morgen versucht Tuiles zu backen. Mit Matcha, bestreut mit Mandeln. Zuerst fand ich die Matcha-Dose nicht. Ich habe überall geschaut. In allen Pralinenzubehörkisten und Gewürz- und Teeschubladen habe ich gesucht. Nichts! Na toll. Wo ist diese Dose? Sie stand da, wo ich sie das letzte Mal hingeräumt hatte. Im neuen Pralinenzubehörfach im Küchenschrank... Ich hatte doch tatsächlich das neue Fach vergessen. Neu? Naja, das Fach gibt es bereits seit letztem November.
Und dann habe ich mich an Tuiles versucht. Der Teig sah gut aus. Richtig schön grün. Aber mit leicht verzogenen, nicht planen Backblechen werden Tuiles nicht rund und nicht gleichmäßig gar. Die Konsistenz schwankte zwischen gummig und schön knackig - in einem Tuile... Also musste Plan B her! Beweise? Gerne, schau mal hier - Outtakes: Misslungene Tuiles
Somit präsentiere ich Dir hiermit meinen Blogeventbeitrag zu Früchten, Matcha, Mandeln - ein kleines Sommerevent:
Erdbeersorbet mit Bergpfirsichlikör und Matcha-Mandel-Waffelkekse
Erdbeersorbet mit Bergpfirsichsorbet
Zutaten
100 ml Wasser
100 ml Zucker
500 g geputzte frische Erdbeeren
Saft einer Zitrone
3-4 cl Bergpfirsichlikör
Zubereitung
In einem Topf bei mittlerer Hitze das Wasser zusammen mit den Zucker zum Kochen bringen. Sobald sich der Zucker aufgelöst hat, die Erdbeeren in den Topf geben und bei reduzierter Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen. Dabei die Erdbeeren regelmäßig umrühren.
Die heißen Beeren pürieren, ggf. durch ein feines Sieb passieren, und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Den Bergpfirsichlikör hinzugeben, unterrühren und die Sorbetmasse über Nacht im Kühlschrank abkühlen. Am nächsten Tag das Sorbet in der Eismaschine gefrieren lassen, das fertige Sorbet in einen verschließbaren Eisbehälter füllen und für zwei bis drei Stunden im Tiefkühler ruhen lassen. Danach ist das Erdbeersorbet fertig.
Matcha-Mandel-Waffelkekse
Zutaten
(für ca. 18 bis 20 kleine Waffelkekse)
75 g flüssige Butter
1/2 Tütchen Trockenhefe
3 EL lauwarme Milch
1 Prise Zucker
215 g Mehl
70 ml Milch
1 Ei
20 g Zucker
1 Prise Salz
1 TL Matcha
75 g Hagelzucker
50 g Mandeln (gehackt, gestiftet oder gehobelt)
Zubereitung
Die Trockenhefe zusammen mit der Prise Zucker in die 3 EL lauwarme Milch verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Alle Zutaten, außer Hagelzucker und Mandeln, zusammen cremig rühren und gut 30 Minuten ruhen lassen.
Nach der Ruhezeit den Hagelzucker und die Mandeln unter den Teig rühren. Das Waffeleisen aufheizen und portionsweise die Waffelkekse backen. Ich habe hierfür pro Waffelkeks einen gut gehäuften Teelöffel Teig verwendet. Die Waffelkekse auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Fertig.
Die Waffelkekse habe ich zum Erdbeersorbet serviert. Lecker.
Schokoladige Grüße
PS:
Auf den Fahrten durchs wirklich schöne Allgäu ist mir übrigens noch eine kleine schokoladige Leckerei eingefallen. Wenn mich das Wetter läßt, berichte ich nächstes Wochenende hiervon.