pwsHeadL_01.png
Pralinenwahnsinn
Pralinen, Schokolade, Desserts & mehr...
Kleine Ausflüge in die Patisserie
pwsHeadR_01.png
pwsHeadR_02.png
12.02.2014
 

Minzpralinen nach Johannes King

Ein kleiner Gruß von der Nordseeküste

Eine feine Canache aus gut einem Teil Zartbitterkuvertüre und zwei Teilen Vollmilchkuvertüre, etwas Sahne und 'nem guten Schuss Minzlikör, umhüllt von Zartbitterkuvertüre. Solch kleine Pralinen serviert Johannes King im Söl'ring Hof seinen Gästen. Und er verrät dieses Rezept in seinem Buch Johannes King - Das Kochbuch von Land und Meer.

Da ich das Buch sehr mag und ich neuierig war, musste ich diese Praline unbedingt ausprobieren. Und was soll ich sagen? Feinherb, leicht minzig im Abgang, nordisch lecker. Passt, oder? icon_wink.gif

 

Minzpralinen nach Johannes King

 

minze_01.jpg

 

Zutaten

(für ca. 100 Pralinen)

 

210 g Vollmilchkuvertüre

95 g Zartbitterkuvertüre

135 ml Sahne

70 ml Minz-Likör oder gerne etwas mehr icon_wink.gif

20 g weiche Butter

 

Hohlkugeln und temperierte Kuvertüre zum Verschließen und Umhüllen,

alternativ ausgegossene Pralinenformen

 

 

Zubereitung

Die beiden Kuvertüren klein hacken und in eine hitzebeständige Schüssel geben, vorsichtig über dem Wasserbad schmelzen und temperieren. Die Sahne aufkochen und etwas abkühlen lassen. Die Sahne mit der Drei-Drittel-Methode zusammen mit der Kuvertüre glatt rühren.

Sobald die Canache auf ca. 32°C abgekühlt ist, die weiche Butter zur Canache gegeben und mit dem Pürierstab aufgemixt. Die Canache erhält dadurch in der fertigen Praline eine schön glatte Struktur und glänzt leicht. Beim Pürieren bitte darauf achten, dass keine Luft mit unter die Canache gemixt wird. Die nun fertige Canache kann zu Truffes (gefüllte Hohlkugeln) oder gegossene Pralinen verarbeitet werden.

 

Truffes:

Die Canache mithilfe eines Spritzbeutels in die bereitstehenden Zartbitter-Hohlkugeln füllen. Dabei darauf achten, dass ein ca. 2 mm hoher Rand frei bleibt.

Die Hohlkugel fest werden lassen. Sobald die Canache fest ist, die Hohlkugeln mit temperierter Kuvertüre verschließen. Die verschlossenen Hohlkugeln ca. 30 Minuten ruhen lassen und mit temperierter Zartbitterkuvertüre überziehen. Die Pralinen über Nacht vollständig auskristallisieren. Fertig. icon_smile.gif

 

minze_03.jpg

  

Gegossene Pralinen:

Eine Pralinenform mit temperierter Kuvertüre ausgießen. Sobald die Kuvertüre auskristallisiert ist, die Canache mithilfe eines Spritzbeutels in die Formen spritzen. Dabei darauf achten, dass Ihr einen ca. 2 mm hohen Rand lasst.

Die Pralinenform kühlstellen. Sobald die Canache fest ist, die Pralinen mit temperierter Kuvertüre verschließen. Die Kuvertüre auskristallisieren lassen (am besten über Nacht). Nun noch die Pralinen aus der Form befreien. Fertig. icon_smile.gif

 

Ach, vielleicht ist das ja ein wenig hilfreich...

Ich stelle Pralinen meist über zwei Tage her. Am ersten Tag ist die Canache dran. Ich stelle sie her, fülle die Hohlkugeln bzw. gegossenen Pralinen und lasse sie über Nacht im kühlen Keller ruhen/auskristallisieren. Am zweiten Tag verschließe ich die gegossenen Pralinen bzw. Hohlkugeln. Die Hohlkugeln werden noch mit temperierter Kuvertüre umhüllt und das wars dann. Pralinen brauchen halt etwas Zeit, aber die Geduld zahlt sich. icon_smile.gif Geduld??? Ähhhhh, die habe ich auch nicht immer. *räusper* icon_biggrin.gif

 

minze_02.jpg

 

 

Schokoladige Grüße icon_smile.gif

 

 

Nach einem Rezept aus Johannes King: Das Kochbuch von Land und Meer, Verlag Collection Rolf Heyne

Artikel hinzugefügt am 12.02.2014 18:40:07. 1x geändert, zuletzt am 12.02.2014 21:00:53.
Print Friendly and PDF
3 Kommentare:
[Kommentare ausblenden]
13.02.2014 09:04:14
Barbara schrieb:
Ich habe deine süßen Sachen schon vermisst - und jetzt kommst du mit einer meiner Lieblingskombinationen an, Schoko und Minze.
Das warten hat siech also gelohnt!
13.02.2014 09:12:12
Nele schrieb:
Liebe Barbara, vielen lieben Dank für Deine Worte. :-) Die Kombination Zartbitter-Minze ist toll, gell? ;-) LG, Nele
16.02.2014 02:06:47
Anna schrieb:
Gute Idee. Könnte auch wieder einmal etwas mit meinem Pfefferminzöl was machen. Ich liebe selbstgegossene Pralinen und Deine halbrunden sehen nach wie vor umwerfend aus. Liebe Grüße Anna
[Kommentar erstellen]
18.01.2014
Hinweis zum vorgestellten Gastbeitrag

Vanillebrötchen

Irene von Widmatt zu Gast in meiner kleinen süßen Küche

Die liebe Irene von Widmatt | aus meiner Schweizer Küche ist heute zu Gast bei mir und ich freue mich sehr!

 

Logo_handmade_freigst.png

 

Ich muss hier jetzt mal etwas gestehen. Ich mag Motivtorten nicht so sehr. Bis aus wenige Ausnahmen. Irenes Torten sind der Waaaaaahnsinn! So filigran, schick und bestimmt auch superlecker. Meine Lieblingstorten sind übrigens diese hier: Calvin & Hobbes, Herbsttorte und die schokoladigen Heldencupcakes. Irene hat übrigens auch angefangen Pralinen zu machen und die sehen ebenfalls echt gut aus. Ich freue mich schon, wenn wir uns Anfang April persönlich treffen und zusammen Pralinen machen. icon_smile.gif

Irene und mich verbindet übrigens nicht nur die Liebe zum Süß, sondern auch der Faible zu Koch- und Backbüchern, Krimis und zum Tatort. icon_wink.gif

 

Irene hat heute ein wirklich tolles Rezept für Euch. Die kleine süßen Leckereien erinnern mich ein wenig an diese spanischen kleinen Natatörtchen. Und deshalb muss ich Irenes Rezept auch unbedingt nachbacken. Was Irene für Euch mitgebracht hat? Ich übergebe das Wort an Dich, liebe Irene. icon_smile.gif

 

Vanillebrötchen

Gastbeitrag pralinenwahnsinn/Übern Tellerrand

 

Vanillebroetchen_6.jpg

 

Heute habe ich die Ehre als Gast im Pralinenwahnsinn von Nele zu schreiben. Nele geniesst zur Zeit etwas Pralinenpause, auch verständlich nach der Grossproduktion von über 1200 Stück vor Weihnachten. Wir durften die Bilder sehen, Wahnsinn trifft es am besten. Ich war und bin beeindruckt. Im letzten Jahr habe ich mich ein wenig infizieren lassen vom Pralinenwahnsinn und freu mich schon auf die anstehenden Pralinentage, da liegt wohl der eine oder andere Blick über die Schulter unserer Pralinenkönigin Nele drin!

übern Tellerrand

So könnt ihr nun einen Blick Übern Tellerrand in die Widmatt werfen:

Die Widmatt steht in der Schweiz, da koche ich für meine Liebsten, täglich bis zu 2-mal. In der Widmatt finden sich vor allem familientaugliche Alltagsgerichte und so einiges an Süsse. Zum Leidwesen meiner drei Kinder, backe ich auch für ausser Haus und sie kommen nicht immer in den Genuss. So habe ich diese Vanillebrötchen gebacken für Nele. Als Kind liebte ich Vanillebrötchen oder Plunder mit Vanillefüllung beim Bäcker. Noch heute gluschten sie mich wenn ich welche in der Vitrine sehe. Hefegebäck mag ich grundsätzlich sehr gerne, in pikanter aber eben auch in der süssen Version.

Nebst der Liebe zu Hefegebäck, habe ich auch eine Liebe zu Bücher, im speziellen zu Back- und Kochbücher. So kann ich kaum an einem Buchladen vorbei ohne rein zu gehen und zu schmökern. Bei einem solchen Schmökergang nahm ich das Buch Süße Liebemit nach Hause. Da gab es kein Abwägen oder Nachdenken, das musste mit! Wunderschöne, nein zauberhafte Aufnahmen von herrlichem Gebäck! Ein Buch zum drin Schwelgen und Schauen. So lag es einfach hier in der Widmatt, ohne das ich je etwas daraus nachgebacken hätte, dafür umso mehr darin geblättert und gelesen. Obschon die Idee von Backbüchern das Nachbacken ist, finde ich es bei diesem nicht zwingend nötig, den es hat allein durch die Gestaltung und die tollen Fotos seine Daseinsberechtigung! Jedoch ist so ein Gastbeitrag auch ein guter Grund, aus so einem besonderen Schätzchen etwas zu backen.

Diese Vanillebrötchen sind eines der schlichtesten im Buch, aber weil es Kindheitserinnerungen wach ruft auch eines das mich von Anfang an *gluschtete*. Deshalb gibt es jetzt diese herrlichen Vanillebrötchen, die frisch aus dem Ofen besonders herrlich schmecken. Ob nun als Dessert serviert, zum Morgenkaffee oder aber auch für einen Brunch, ein vielseitiges Gebäck das auch unseren Kindern bestens geschmeckt hat. 

 

Vanillebroetchen_7.jpg

 

Zutaten

Crème

3 dl Rahm
1 Ei
3 EL Zucker
2 EL Vanillezucker homemade
2 EL Maisstärke
1 Vanilleschote

Brötchen

100 g Butter
3 dl Milch
20 g Hefe (im Original waren 50 g)
1/4 TL Salz
85 gZucker
2 TL Vanillezucker
550 g Weißmehl

1 Ei
Puderzucker

 

 

Zubereitung

Alles zusammen für die Vanillecrème in eine Pfanne geben, dafür die Vanilleschote aufschlitzen.

 

Vanillebroetchen_1.jpg

 

Unter stetigem Rühren aufkochen. Sobald die Crème eindickt von der Platte ziehen und noch etwas weiter rühren. In eine Schüssel geben, dabei die Vanilleschote entfernen.

 

Vanillebroetchen_2.jpg

 

Ich lege eigene Klarsichtfolie direkt auf die Crème Oberfläche, so kann keine Haut beim Auskühlen entstehen. Die Crème vollständig auskühlen lassen. Die Vanilleschote gut abwaschen und auf einem Küchenpapier trocknen lassen. Diese kann, sobald sie ganz getrocknet ist, in das Glas mit dem Homemade Vanillezucker wandern.

 

Nun die Milch auf Handtemperatur erwärmen und die Hefe darin auflösen. Die Butter schmelzen und das Mehl, das Salz und beide Zucker zugeben.

Das Milchhefegemisch ebenso dazugeben und zu einem weichen Teig verkneten. Ich lasse ihn normalerweise gute 7 Minute in der Knetmaschine. Mit einem feuchten Tuch zugedeckt etwa 45 Minuten gehen lassen.

 

Vanillebroetchen_3.jpg

 

Jetzt etwa 60 g schwere Teigportionen abtrennen und daraus Brötchen formen, das ergab 17 Stück. Diese mit der Hand rund drehen und auf ein, mit Backpapier belegtes Blech legen. Wiederum 20 Minuten ruhen lassen. 

 

Vanillebroetchen_4.jpg

 

Nun mit den Finger in der Mitte eine Mulde auseinander ziehen, diese wird mit der Vanillecrème gefüllt wird. Die Brötchenränder mit dem Eigelb einstreichen und nochmals 10 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit den Ofen auf 250 Grad vorheizen. Darin die Brötchen während 8-10 Minuten goldbraun backen. Aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Am Schluss mit etwas Puderzucker bestäuben.

 

Vanillebroetchen_8.jpg

 

E guete

Irene

 

So, und weil heute Samstag ist und noch alle Geschäfte geöffnet sind, gibt es keine Entschuldigung:
auf auf, nachbacken, marsch marsch! icon_biggrin.gif

 

Vielen lieben Dank in die Widmatt für diese leckeren kleinen Schweinereinen! icon_smile.gif

 

Schokoladige Grüße icon_smile.gif

Artikel hinzugefügt am 17.01.2014 21:31:12. 12x geändert, zuletzt am 17.01.2014 22:50:00.
Print Friendly and PDF
[Kommentar erstellen]
08.01.2014
 

Sahne-Basilikum-Praline

Klingt komisch, ist aber wahnsinnig lecker!

Zum diesjährigen Jahresbeginn ist es zum Thema Schokolade noch recht ruhig bei mir. Alle Weihnachtspralinen sind verschenkt bzw. vernascht. Das Pralinenwerkzeug-Regal ist aufgeräumt, die empfindlichen Zutaten, wie die Schokolade, haben wieder ihren Platz im kühlen Keller bezogen und mein Kopf ist fast schokoladenfrei. Jaaaaa, fast. Ein Stückchen oder eine Praline schwirrt halt immer im Hinterkopf herum, auch wenn mir aktuell eher nach Kochen statt Pralinieren ist. icon_wink.gif

 

Welche Pralinen mir aktuell im Kopf herumschwirren? Die Sahne-Basilikum-Praline und die Sesampraline aus der gerade vergangenen Weihnachtskollektion - sehr lecker. Schade, dass sie schon alle aufgegessen sind. icon_sad.gif

Sahne-Basilikum klingt komisch? Ja, ein wenig. Aber umso feiner und leckerer war sie auch. Sie gehört ab sofort mit in meine persönliche Top-Ten der Pralinen. Die Canache ist so schön weich, zartschmelzend und nachhaltig. Und im Abgang kommt dann die leichte Basilikumnote durch. Ich mag das sehr. icon_smile.gif

Und damit Ihr diese Praline auch mal austesten könnt, habe ich heute kurz das Rezept für Euch. Viel Spaß beim Nachpralinieren und späterem Genießen...

 

Sahne-Basilikum-Praline

 

basilikum_02.jpg

 

Zutaten

(für ca. 40-50 Pralinen)

 

110 g Sahne

24 g Glukose

1 - 2 TL getrockneter Basilikum, je nach Geschmack

230 g Vollmilchkuvertüre

10 g Butter

10 g Invertzucker

Zartbitter-Hohlkugeln

temperierte Zartbitter-Kuvertüre zum Überziehen

 

Zubereitung

Die Sahne zusammen mit der Glukose aufkochen, Basilikum zugeben, den Topf mit einem Deckel abdecken und das Ganze gute 5 Minuten ziehen lassen. Die Vollmilchkuvertüre fein hacken und temperieren. Die Sahne erneut etwas erhitzen. Ein Drittel der Sahne durch ein Haarsieb über die temperierte Kuvertüre gießen und verrühren. (Achtung, die Kuvertüre dick ein.) Dann das zweite Drittel durch das Haarsieb über die Kuvertüre gießen und verrühren und die restliche Sahne ebenfalls einarbeiten. Nun den Invertzucker unterrühren. Zum Schluss die Butter mit einem Stabmixer in die Canache mixen. Die fertige Canache ist nun gleichmäßig glatt und glänzt.

 

Nun die fertige Canache in eine Dosierflasche oder einen Spritzbeutel mit kleiner Tülle geben und die bereitstehenden Hohlkugeln mit der Canache füllen. Die Hohlkugeln eine gute halbe Stunde ruhen lassen, bevor Ihr die Hohlkugeln mit etwas temperierter Kuvertüre verschließt. Zum Verschließen einfach ein wenig temperierte Kuvertüre in einen Gefrierbeutel geben, diesen zudrehen, die Spitze des improvisierten Spritzbeutels fein abschneiden und die Kugeln verschließen.

 

Sobald die Hohlkugeln verschlossen und ausgehärtet sind, könnt Ihr die Hohlkugeln mit Kuvertüre umhüllen und nach Wunsch garnieren. icon_smile.gif

 

basilikum_01.jpg

 

Schokoladige Grüße icon_smile.gif

 

Artikel hinzugefügt am 08.01.2014 16:35:13. 0x geändert, zuletzt am 08.01.2014 18:00:40.
Print Friendly and PDF
1 Kommentar:
[Kommentare ausblenden]
13.02.2014 06:00:15
Detlef Eckl schrieb:
Sie sehen Super aus icon_wink.gif)
[Kommentar erstellen]

blank.gif