Valentin, der kleine Charmeur... Mein Kursrückblick
Ohne Maracuja-Scheisserchen darf ich wohl nicht mehr ins Allgäu
Genau zwei Wochen ist es nun schon her... Vor genau zwei Wochen fand der erste Pralinenkurs von Pralinenwahnsinn in diesem Jahr im Allgäu statt. Mit einem halb vollgeladenen und falls-man-doch-in-einer-Schneewehe-stecken-bleibt-und-buddeln-muss sicherem Auto ging es nach Altusried zur Gastgeberin Melanie, die mir wieder ihre Küche zur Verfügung stellte.
Gut, Melanie und der Freund ihrer Tochter haben mich für mein super Schnee-Survival-Pack direkt hinter dem Fahrersitz (ein wenig) ausgelacht. Aber hey, ich als Flachland-Tirolerin. Ich kenne keinen Schnee, zumindest nicht in diesen Massen! Gebraucht habe ich das Survival-Pack zum Glück nicht, denn direkt vor uns räumte der Schneepflug der Gemeinde gerade die Straße frei. Und die Schneewehe fast direkt vor dem Ziel? Ha, die meisterte ich auch… irgendwie. ![]()
Ergo, das Pralinenwochenende war richtig schön verschneit, idyllisch und auch gemütlich. ![]()
Pralinenkurse bei Melanie zu veranstalten ist wirklich praktisch und schön. Anders kann ich das nicht sagen. Sie hat die perfekte Küche für Kochkurse aller Art. Nicht nur der Küchenblock ist richtig schön groß (mit Granitplatte, perfekt für Pralinen!) und bietet Platz für alle TeilnehmerInnen.
Nein, auch an ihrem großen Esstisch, an den locker zwölf Personen passen, lässt es sich richtig gemütlich sitzen. Vom phantastischen Ausblick ins Grün auf die Kuhwiesen, sofern kein Schnee liegt, fange ich gar nicht erst an zu schwärmen. ![]()
Und wenn man, wie ich, von Far-far-away kommt und trotzdem am Kurs teilnehmen möchte, so stehen gleich drei wirklich schöne Ferienwohnungen zur Verfügung (Klüpfel Ferienwohnungen). Lars und ich haben mittlerweile alle drei Ferienwohnungen ausgiebig besucht. Alle drei sind mit Liebe zum Detail eingerichtet und bieten alles, was man braucht. Und zum Pralinenkurs ist es dann nur eine Minute geschlenderter Fußmarsch. Praktisch, oder? ![]()
Und wie war nun der Pralinenkurs? Der Pralinenkurs stand unter dem Motto „Valentin, der kleine Charmeur…“. Passend zum Thema gab es fünf fruchtig-frische, minimal scharfe und fein cremige Pralinen, zum Teil in Herzform (natürlich) oder in einem richtig schönen Pink (doppel-natürlich!).
Fast schon zum Pflichtprogramm eines jeden Pralinenkurses im Allgäu gehören Melanies heiß geliebte Passionsfrucht-Maracuja-Pralinen mit Vanille, auch liebevoll Maracuja-Scheisserchen genannt.
Diese weiße Praline wird mit einen Fruchtgelee und einer Fruchtcanache gefüllt und anschließend in Himbeerpulver gewälzt. Wenn man Melanie eine große Freude machen möchte, dann bringe man ihr diese Pralinen mit. Ob sie mich wohl auch ohne diese Pralinen in ihre Küche lässt? *grübel*
Folgende Pralinensorten haben die TeilnehmerInnen ebenfalls in den sieben Pralinenstunden hergestellt:
- Erdbeer-Ingwer-Pralinen, gewälzt in Erdbeerpulver
- Selbstgemachtes Kürbiskernnougat in Herzform
- Kaffee-Chili-Pralinen, auch in Herzform
- Klassische, handgeformte Vanilletrüffel
Sieben Stunden dauert der Kurs? Ja, ich habe mich dazu entschieden, den Pralinenkurs mit meinen TeilnehmerInnen in aller Ruhe durchzuführen. Dafür bin ich ja auch schließlich den weiten Weg von knapp 600 km extra angereist. Und Zeit für ein deftiges kleines Mittagessen, sowie Ruhe zum Pralinenverpacken braucht man doch auch, oder? ![]()
Wir starteten um 10 Uhr. Bei Kaffee, Tee und Kaltgetränken gab es erst eine allgemeine Begrüßung, bevor wir ins Thema Kuvertüren abtauchten. Es stand etwas Anschauungsmaterial auf dem Tisch und es lagen die Temperier-Anleitungen von Pralinenwerkzeug für jeden einzelnen bereit. Die Rezeptmappen gab es erst zum Schluss.
Neben einigen Informationen zu Kuvertüren (Haltbarkeiten, Lagertemperaturen, Zusammensetzung, etc.), kam dann der für mich wichtigste Teil:
- Wieso/weshalb/warum müssen wir Kuvertüre überhaupt temperieren?
- Warum reicht ein einfaches Schmelzen der Kuvertüre nicht aus?
- Vor dem Temperieren von Kuvertüre muss man keine Angst haben!
Da es spätestens jetzt allen irgendwie in den Fingern juckte, wurden noch schnell die Pralinensorten des Tages vorgestellt und los ging es. Keiner konnte sich drücken, denn die Pralinen werden in meinen Kursen ausschließlich von meinen TeilnehmerInnen hergestellt. Verstecken gilt nicht. ![]()
Gearbeitet wurde dann in Zweier-Teams und natürlich gab es dann noch DIE Empfehlung des Tages:
Rezept erst gründlich lesen, BEVOR man mit der Pralinenherstellung beginnt.
Ich selber bin nämlich so eine Expertin, die diese goldene Regeln gerne nicht beachtet und dann ordentlich ins Schleudern kommt… ![]()
Jede der einzelnen Pralinensorten hat ihre Besonderheit. Die eine ist zweischichtig, die nächste wird getaucht, die dritte von Hand gerollt, die vierte basiert auf einem Karamell und für die fünfte muss extra ein Nougat hergestellt werden. So war es zumindest dieses Mal. ![]()
Zwar machten alle Teams jeweils nur eine Sorte, aber wir kamen immer alle kurz zusammen, wenn es Arbeitsschritte gab, die für alle interessant waren. So verpasste niemand etwas und man kann die Rezepte daheim gut nachmachen.
Hier sind ein paar Eindrücke aus dem Pralinenkurs…
Die Erdbeer-Ingwer-Pralinen waren zuerst fertig und wurden natürlich auch sofort von allen TeilnehmerInnen verköstigt. Ich glaube, die Praline hat allen gefallen. So deutete ich zumindest die zufriedenen Gesichter und die einzelnen Kommentare.
Nach und nach wurden auch die anderen Pralinensorten fertig. Zum Schluss lagen knapp 800 Pralinen vor uns, die nun noch einzeln in kleine farbige Alufolien gewickelt wurden. Das mache ich immer gerne, damit die Pralinen, die in Pulver gewälzt wurden, nicht die anderen schön glatten und leicht glänzenden Pralinensorten einstauben. Wäre ja schade um die ganze Mühe, die man sich beim Temperieren der Kuvertüre und dem Überziehen der Pralinenkörper gemacht hat.
Die vielen, vielen Pralinen wurden gerecht auf alle TeilnehmerInnen verteilt. Wer nun noch Lust hatte, konnte sich seine Pralinen bei einer abschließenden Tasse Kaffee oder Tee in kleine Geschenktütchen verpacken und diese nach Lust und Laune dekorieren. Diese Pralinentütchen hat sich übrigens Nadine von Sweet Pie dekoriert. Die sehen hübsch aus, oder? ![]()
Ich möchte mich hier nochmal bei allen Teilnehmerinnen und unseren angehenden Konditor-Azubi, unserem Hahn im Korb, bedanken. Es hat mir wirklich großen Spaß gemacht, Euch ein Stück in die Pralinenwelt mitnehmen zu können. Habt viel Vergnügen mit den Rezeptmappen und scheut Euch nicht, mich bei Fragen zur Pralinenherstellung zu kontaktieren. ![]()
Ein Extra-Dankeschön möchte ich noch ganz schnell an Sandra von From Snuggs Kitchen, Nadine von Sweet Pie und natürlich Melanie von Pimpi-MEL-la los werden. Die drei Mädels waren nämlich deutlich schneller als ich und haben ebenfalls jeweils einen kleinen Rückblick zum Pralinenwochenende in Altusried geschrieben. Viel Spaß beim Schmökern…
From Snuggs Kitchen: Schnee und Pralinen haben jetzt eine neue Dimension erreicht
Sweet Pie: Valentin du kleiner Charmeur {Pralinenkurs}
Pimpi-MEL-la: Valentin, der kleine Charmeur
Schokoladige Grüße ![]()
PS:
Der nächste Pralinenkurs im Allgäu findet übrigens Ende März statt. Hier retten wir gemeinsam die Schokoladen-Ostereier, stellen kleine Schokoladen-Osterhasen her, gießen fleißig Pralinen und Schnittnougat gibt es auch. Es sind noch zwei Plätze frei beim Pralinenkurs Rettet die Schokoladen-Ostereier!… ![]()
PS, die zweite:
Mädels! Wer hat denn dieses Foto von mir gemacht? Ich muss sofort an "Nein! Doch! Ohhhh!" denken. ![]()


