Créme brûlée mit Tonkabohne und Mangosorbet
Ohne Untertitel
Im Mai 2015 fuhren Lars und ich in den Urlaub ins Allgäu und kamen verheiratet wieder. Eine Riesenüberraschung für die Familie und Freunde, ein cleverer Schachzug von uns. Denn heimlich und nur zu zweit heiraten, hat riesengroße Vorteile:
- Als Brautpaar ist man sehr entspannt, niemand macht einen wuselig.
- Man kann sich auf sich konzentrieren.
- Man kann sich so zum Standesamt anziehen, wie man will. Jeans gehen da sehr gut, auch für die Frau.

- Man wird nicht mit Reis beworfen.
- Man muss keine Holzstämme mit stumpfen Sägen zersägen oder andere Spielchen machen.
- Es gibt im Vorfeld keine klugen Ratschläge, wie "Du musst", "wir haben das so gemacht", "willste nicht lieber so?".
- Man bekommt eine Marzipantorte mit schielenden Marienkäfern und dem Schriftzug "Nele vs. Lars".
- Man kann nach der Vermählung in (frisch ge-) trauter Zweisamkeit essen gehen und sich sein Menü spontan zusammenstellen, und zwar jeder so wie er mag!
Da gibt es noch weitere Vorteile, aber ich möchte Dich ja nicht langweilen. Es geht hier ja schließlich um Desserts und nicht um Hochzeiten. Und Hochzeitsblogs gibt es ja zuhauf. ![]()
Wo war ich? Genau, beim Hochzeitsmenü... In Kempten geheiratet, in Pfronten gespeist. Schön, gell? Schön war es auf jeden Fall im Hotel Schlossanger Alp. Für mich gab es
- Ricotta-Maultaschen auf Spargel-Spinat-Gemüse und Limettenschaum mit gebratenen Garnelen
- Lammfilet mit Thymiankruste, Erdartischockengemüse, Rosmarinjus und gebratenen Laratte-Kartoffeln
- Créme brûlée von der Tonkabohne mit Mango-Sago-Ragout und hausgemachten Vanilleeis
Ich komme an Tonka einfach nicht vorbei. Und wenn ein Tonka-Créme-brûlée auf der Speisekarte steht, möchte ich diese am liebsten als Vorspeise, Hauptgang und Dessert. Oder darf ich ein 5 oder gar 7-Gänge-Menü draus machen? *grübel*
Da ich diese geliebte Créme eher selten auf den Dessertkarten dieser Welt sehe, koche ich mir halt ab sofort selber mein Lieblingsdessert. Es ist in Handumdrehen zusammengerührt und den Rest übernimmt der Ofen bzw. die Eismaschine. ![]()
Créme brûlée mit Tonkabohne und Mangosorbet
Rezept für 6 Peronen
Zutaten
Créme brûlée
7 Eigelb
50 g Zucker
450 g Sahne
1/2 bis 1 Tonkabohne, fein gerieben
Brauner Zucker zum Karamellisieren
Mangosorbet
500 ml Mangopüree
90 g Zucker
65 ml Wasser
2 cl guten Rum
1-2 cl Schuss Maracujaessig
Zubereitung
Mangosorbet
Zucker zusammen mit dem Wasser in einem kleinen Topf aufkochen und in eine Schüssel füllen. Im gleichen Topf das Mangopüree aufkochen und ebenfalls in die Schüssel geben. Rum und Maracujaessig zum Mangopüree geben und alles gründlich miteinander verrühren. Das Mangopüree abkühlen und in der Eismaschine gefrieren lassen.
Créme brûlée
Den Ofen auf 120°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Sahne zusammen mit der Tonkabohne aufkochen und abkühlen lassen. Das Eigelb zusammen mit dem Zucker verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Hierbei sollte nicht zuviel Luft unter das Eigelb geschlagen werden. Die Eigelb-Zuckermischung mit der abgekühlten Sahne verrühren und durch ein feines Sieb geben. Die Créme in sechs hitzebeständige, flache Schälchen füllen.
Die Schälchen auf ein tiefes Backblech stellen, in den Ofen schieben, kochendes Wasser in das Backblech füllen und die Créme 50 bis 60 Minuten pochieren lassen.
Die fertige Crème aus dem Ofen nehmen und für mindestens 2 Stunden in Kühlschrank ruhen lassen.
Die fertige Créme brûlée mit dem braunen Zucker karamellisieren und mit dem Mangosorbet servieren.
Schokoladige Grüße ![]()


