Vanilleeis
Der Eisklassiker
Eigentlich der Eisklassiker schlechthin...
Ich habe die Tage zwischen den Jahren genutzt und ein wenig in Sachen Eis und Schmelz recherchiert. Zum Glück gibt es ja die lieben Foodblogger-Kollegen. In vielen Foodblogger-Küchen sind Eismaschinen vertreten. Und somit konnte ich einige Tipps in Sachen "Eis aus der eigenen Eismaschine" nachlesen. Besonders geholfen hat mir einer meiner Lieblingsblogs: Only Food. Ralf Kabelitz ist Gourmetkoch und Küchenchef und hat diesen sehr schönen und informativen Blog auf die Beine gestellt.
In einem seiner Beiträge hat Ralf sich des Themas "Der perfekte Schmelz" angenommen. Perfekt für mich, denn er stellt die Eis-Tricks von Häagen Dazs und Ben & Jerry's vor. Seine Rezeptur, mit der Ralf laut eigener Aussage, das beste Ergebnis erzielte, habe ich ausprobiert. Ralf schreibt:
Mit Glukosepulver aus der Apotheke hab ich bisher das beste Ergebnis
erzielt, dann kann man auf die Kondensmilch verzichten.
4 Eigelb
100 g Zucker
25 g Glukosepulver
300 g Milch
200 g Rahm
1 g Johannisbrotkernmehl
1 Vanilleschote
Zwei der oben genannten Zutaten habe ich erst seit knapp zwei Wochen im Haus:
- Johannisbrotkernmehl
- Glukosepulver
Das Johanniskernbrotmehl wird als Stabilisator im Eis eingesetzt. Man bekommt es gut bei Denn's Bio und Co. Glukosepulver habe ich in der Apotheke gekauft. Die Apothekerin war diesmal nicht so irriert, wie bei meinem letzten Einkauf. Da kaufte ich Zitronensäure für Fruchtgelee und wurde prombt gefragt, was ich damit veranstalten will. ![]()
Die Eismasse des Vanilleeises ist schnell gemacht. Zucker, Glukosepulver und Johannisbrotkernmehl werden kurz miteinander vermengt. Milch mit Sahne (Rahm) und der Zuckermischung verrühren und zusammen mit der Vanillestange aufgekocht. Die Milchmischung inkl. Vanilleschote läßt man dann 10 Minuten ziehen. Vanilleschote entfernen. Die Eigelbe zügig in die Milchmischung einrühren und die Eismasse durch ein feines Sieb passieren.
Die Eismasse muss im Kühlschrank abkühlen und wird anschließend, bevor sie in die Eismaschine kommt, mit dem Pürierstab schaumig geschlagen. Dann wird die Masse in der Eismaschine gefroren. Fertig. ![]()
Bei meiner Eismaschine berührt der Rührer nicht die Wand des Eisbehälters. Es sind hier ca. 1 mm Luft zwischen Rührer und Wand. Grundsätzlich nicht schlimm. Zum Ende des Gefriervorgangs passiert nur Folgendes:
Die gefrorene Eismasse bekommt eine ungleichmäßige Konsistenz. Zum Rand des Eisbehälters ist das Eis fertig gefroren und zur Mitte hin ist das Eis noch sehr cremig.
Um eine gleichmäßige Konsistenz hinzubekommen, habe ich einmal 20 Minuten und einmal 10 Minuten vor Ende der Gefrierzeit die Eismasse mit einem Spachtel durchgerührt. Die festere Außenmasse und die weichere Innenmasse waren so gleichmäßig verteilt. Die Eismaschine durfte dann den Rest machen.
Wenn man sich so umhört, geht es übrigens vielen Besitzern von Unold-Eismaschinen so. Aber irgendwie haben alle den gleichen Workaround, wie gerade beschrieben. ![]()
Und wie war mein Fazit zum Rezept von Only Food?
Es war das beste Eis, das ich bisher zustande gebracht habe... ![]()
- Das Eis war sehr schön gleichmäßig gefroren.
- Der Schmelz war suuuuper. Nichts war krisallig oder körnig.
- Auch nach zwei Tagen im Tiefkühler war das Eis immernoch schön cremig und nicht kristallig.
- Und schön vanillig war das Eis auch noch... (ich hab noch ein Teelöffel flüssigen Vanilleextrakt an die Eismasse gegeben
).
Dieses Eis wird es jetzt öfter geben. ![]()


