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01.12.2014
Irgendwie weihnachtliche TrinkschokoladeOder warum die Spanier doch die besten Schokoladen machenHerzlich willkommen! Tritt ein. Das erste Türchen von Zorras 10. (!) Adventskalender habe ich gestern extra noch mit etwas Kakaobutter gefettet, so dass es jetzt nicht mehr so knarzt. Wurde auch ein Jahr nicht mehr genutzt, das kleine Adventstürchen. Und zehn Jahre ist es ja auch schon alt. Jaja, bald kommt es in die Pubertät.
Ich freue mich sehr, dieses Jahr Zorras Adventskalender sozusagen eröffnen zu dürfen. Viele tolle weihnachtliche Beiträge wird es geben: Du wirst Herzhaftes entdecken, Süßes, Gebackenes, Gebratenes, vielleicht das ultimative Keksrezept oder weihnachtliche Likörchen? Ich weiß es selber nicht und lasse mich einfach überraschen.
Eins darf ich noch verraten, bevor ich mein Adventstürchen ganz öffne: Zorra verlost auch dieses Jahr wieder wirklich tolle Preise. Es lohnt sich also nicht nur mein Türchen zu lesen, sondern die 24 kommenden auch. Es kommen noch 24 Türchen? Ja, Heilig Abend gibt es ein Doppeltürchen.
Pünktlich zum ersten Advent ist es (endlich) kalt. Ich musste schon ganze zwei Mal meine kleine, dreckige Rennmöhre (mein kleiner alter Micra) freikratzen. Morgens reicht schon der kurze Weg über die Anlage des Bergwerks zum Büro und meine Oberschenkel sind eingefroren. Gut, das ist jetzt keine Kunst. Wenn ich auch nur drei Minuten im eisigen Wind stehe, sind meine Beine sofort kalt. Die Abhilfe ist aber seit Freitag bei mir eingezogen. Mein neuer Wintermantel ist so warm, damit könnte ich stundenlang durch den Allgäuer Schnee stapfen (wenn ich denn wollte) oder auch bei eisigem Wind um den Ellenbogen von Sylt wandern. Meine Oberschenkel werden warm bleiben! Ha!
Gut, die Nase wird kalt sein, die Wangen und die Stirn wahrscheinlich auch. Irgendwie fühlt es sich auch einfach gut an, wenn man aus der Kälte ins Warme kommt. Dann heißt es schnell, die Jacke aus, Handschuh und Mütze in die Ecke werfen. Der Schal bleibt vorsichtshalber noch an. Man weiß ja nie. Und dann geht es direkt in die Küche. 100 g Vollmilchkuvertüre und 100g Zartbitterkuvertüre werden abgewogen und in eine hitzebeständige Schüssel gefüllt. Ein Liter Milch wird zusammen mit 4 g abgeriebener Mandarinenschale, zwei Stangen Zimt und drei Sternanis erhitzt. Während die Gewürze ca. zehn Minuten in der heißen Milch ziehen, überlege ich, warum ich Trinkschokolade so sehr mag.
Ich glaube, meine spanischen Großeltern sind Schuld. Hab ich Dir das schonmal erzählt? Egal, ich erzähle es nochmal.
Gut, die Trinkschokolade damals kam aus der Packung und wurde in Milch aufgekocht. Machen wir uns da nichts vor. Aber trotzdem sind die Spanier mittlerweile meine Schokoladenhelden. Nicht nur, dass sie die Kakaobohne als erstes mit in die alte Welt brachten. Nein, sie schafften es doch tatsächliche fast 100 Jahre lang, diesen wertvollen Rohstoff „geheim zu halten“ und für sich zu entdecken. Eine Entdeckung war die Zubereitung zermahlener Kakaobohnen mit heißem Wasser, Zucker bzw. Honig, Orangenblütenwasser und diversen Gewürzen! Die erste Trinkschokolade war geboren. Und in Perfektion bereitet sie mittlerweile Ramon Morató zu, der Autor meines aktuellen Lieblings-Patisseriebuches.
Die Gewürze durften nun genug in der Milch ziehen. Schnell die Milch durch ein Sieb abseihen und die Milch nochmals aufkochen. Die Kuvertüre steht in der hitzebeständigen Schüssel bereit. Vorsichtig ein Drittel der heißen Milch über die Kuvertüre gießen und alles schön vorsichtig miteinander glatt rühren.
Wo war ich gleich? Ach ja, bei Ramon Morató und warum die Spanier für mich meine Schokoladenhelden sind. Im Mai erreichte mich ein kleines Päckchen von Lady Sunshine and the Candykisses. Uwe und Sonja besuchten in Spanien eine Essigmanufaktur. Und in dieser Essigmanufaktur gab es Weinessig-Pralinen. Essig in Pralinen? Nicht Balsamico, sondern Essig? Ist das denn nicht etwas grallig? Kann das schmecken? Kann es, die Pralinen waren ein Traum. Lars hat auch nur eine kleine Praline abbekommen. Den Rest habe ich für mich behalten und nach und nach genossen. Und das soll schon was heißen. Denn eigentlich teile ich (fast) immer sehr gerecht. Sogar die letzte Praline wird halbiert und eine Hälfte abgegeben. Nur bei diesen halt nicht.
Als dann im September das Buch Chocolate von Ramon Morató vom Matthaes Verlag bei mir einzog und ich die ersten Stunden intensiven Schmökerns hinter mir hatte, war mir klar: Die Spanier können richtig gut mit Schokolade umgehen. Egal ob Trinkschokolade, Konfitüren, Frühstücksgebäck, Torten, Torrón oder Pralinen. Jedes Rezept und jede Anleitung und jede kulinarische, schokoladige Idee ist (für mich) der Wahnsinn. Die können Schokolade, die Spanier.
So, nun noch schnell die restliche Milch nach und nach in die Schüssel rühren. Wo ist denn meine Lieblingstasse? Nehme ich heute die große rote Winnie-Puh-Tasse oder doch lieber meine Moin-Tasse? Ach, es ist der erste Dezember. Da darf es ruhig etwas stilechter sein. Die Moin-Tasse gewinnt. Schnell die heiße, irgendwie weihnachtliche Trinkschokolade, in die Tasse füllen, den aktuellen Krimi schnappen und ab in den Lieblingssessel. So mag ich meine Nachmittage.
Ich wünsche Dir noch ganz viel Vergnügen mit Zorras Adventskalender und drücke Dir schon jetzt ganz fest die Daumen bei den drei weihnachtlichen Verlosungen. Hab' eine tolle Adventszeit und viel Spaß auf den Weihnachtsmärkten in Deiner Nähe, das Wacken für uns Büroangestellte. Vielleicht gibt es dort ja auch eine ordentliche Trinkschokolade?
Schokoladige Grüße 14 Kommentare:
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